Die Sendung mit dem Elefanten

Aus welchen einzelnen Teilen die Sendung mit dem Elefanten besteht, warum sie extra für drei- bis sechsjährige Kinder gemacht ist und was Kinder dabei lernen können, erfahren Sie hier!

Eine Sendung für die Kleinen

Die Sendung mit dem Elefanten ist ein Format für Fernsehanfänger:innen. Seit dem 10. September 2007 hat der kleine blaue Elefant aus der Sendung mit der Maus seine eigene Sendung. Sie wendet sich gezielt an junge Zuschauer:innen zwischen drei und sechs Jahren.

Der Elefant ist eine Kompetenzmarke für kleine Kinder. Jeder Baustein der Sendung ist speziell auf die ganz Kleinen zugeschnitten und pädagogisch wertvoll. Unsere Philosophie: Wenn kleine Kinder überhaupt schon fernsehen (und das tun sie), dann das bestmögliche Programm mit höchster Qualität. Aus dem Vorbild der Sendung mit dem Maus entstanden, handelt es sich um ein Magazin-Format: Das heißt, einzelne Sendeteile bilden die ganze Sendung.

Das gesamte Programm und die einzelnen Teile sind genau auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse von Kindergartenkindern abgestimmt. Die zeitlichen Einheiten und die Bausteine der Sendung wurden mit Medienpädagog:innen des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) entwickelt und durch Kinder getestet.

Die Sendung läuft von Montag bis Freitag um 6:55 Uhr im KIKA und Samstag um 07:50 Uhr im WDR!

Elefant und Hase aus der Sendung

Die grafische Elefanten-Welt

Sechs bunte Kästchen bilden eine grafische Struktur, die wie eine Art Bühnenvorhang die Beiträge voneinander trennt und jedem nachfolgenden Beitrag seinen Auftritt verschafft. In ihrer Funktion als Trenner schaffen die Kästchen Pausen, um das Gesehene zu verarbeiten. Darüber hinaus bieten sie auch eine Spielfläche für grenzenlose Kreativität: Sie funktionieren als Bauklötze, Schiebetafeln, Memory-Spiel, Adventskalendertüren, Laufband und als geniale Umsetzung von Hörspielrätseln. Außerdem lassen sie sich wie Fenster öffnen, durch die Kinder die folgenden Beiträge ansagen oder Puppen Witze erzählen.

Lach- und Sachgeschichten

Wie in der Sendung mit der Maus präsentiert auch der Elefant die bewährte Mischung von Lach- und Sachgeschichten. In jeder Folge drehen sich alle Beiträge assoziativ um ein Thema. Das kann zum Beispiel Wasser, Zählen, Fliegen oder die Farbe Grün sein.

Beispielbild aus der Sachgeschichte Laubhaufen, in dem vier Kinder mit Herbstlaub spielen.

Die Sachgeschichten zeigen, was es alles zu entdecken gibt, wenn man gut hinsieht und sich Zeit zum Beobachten nimmt. Nach dem Prinzip der „Schule des Sehens“ erklärt die Sendung mit dem Elefanten weniger mit Worten als vielmehr in Bildern. Ob ein Ballon in Zeitlupe platzt, ein Eis im Zeitraffer schmilzt oder die Kamera aus einer ungewöhnlichen Perspektive filmt: Die Kinder werden animiert, in ihrem Alltag genau hinzusehen. So ist es auch mit den Kinderdokumentationen, die Kinder in ihren Lebenswelten abbilden: Kinder beobachten gerne andere Kinder und lernen dabei eine ganze Menge. Da dreht es sich mal um Fahrradfahren-Lernen, den besten Freund, die beste Freundin oder das Thema Geschwisterchen bekommen.

Timmy aus der Animationsserie Zeit für Timmy

In den Lachgeschichten gibt es für die kleinen Zuschauer:innen bunte Trick- und Animationsserien wie Hey Duggee, Timmy aus Shaun das Schaf, Charlie & Lola, den Maulwurf und natürlich Bobo Siebenschläfer.

Bei den Bildergeschichten, Gedichten und Liedern geht es vor allem um emotionale und soziale Themen, wie Mut und Toleranz, Freundschaft, Streit und Versöhnung. Kinder erhalten hier vielfältige Möglichkeit, sich mit den Gefühlen, Problemstellungen und Handlungsmustern ihrer Held:innen zu identifizieren.

Die Moderator:innen Tanja, André und Knolle

Tanja Mairhofer, André Gatzke und der grüne Hund Knolle (gespielt von Puppenspieler Carsten Haffke) sind wiederkehrender Bestandteil der Sendung. Die drei Moderator:innen zeigen einfache Spiele, Basteleien, Experimente, Geschicklichkeitsübungen, Wortspiele und Rätsel. Sie laden zum Mitmachen und Mitraten ein und animieren die Kinder, ihren Bewegungs- und Wahrnehmungsradius zu erweitern.

Zwei wichtige Elemente von Tanja, André und Knolle: Die Halbzeit und die Verabschiedung. Kleine Kinder entwickeln erst noch ein Zeitgefühl. In der Mitte der Sendung mit dem Elefanten gibt es deshalb ein festes Ritual: die „Halbzeitpause“. Spielerisch erfahren die Kinder, dass die Hälfte der Sendung vorbei ist. Ein Gefühl für die Sendedauer zu entwickeln, ist ein wichtiger Schritt zum Erlernen von Medienkompetenz. Am Ende der Sendung klären Tanja, André und Knolle in einem Schluss-Ritual wer sich zuerst von den Zuschauer:innen verabschieden darf. So wissen die Kinder, dass sie jetzt noch den Abspann schauen können, die Sendung dann aber wirklich zu Ende ist.

In der Sendung mit dem Elefanten kommen regelmäßig Kinder zu Wort. Sie werden in alltäglichen Situationen begleitet, stellen ihr Haustier, ihr Lieblingsspiel oder ihren liebsten Platz zum Spielen vor. Sie zeigen, was sie bewegt und was sie schon alles können. Kleine Kinder lieben es, anderen Kindern zuzusehen. Hier finden sie sich wieder und erhalten durch die Erzählungen anderer Kinder neue Handlungsimpulse für ihren Alltag.

Daneben gibt es innerhalb der Sendung Gastauftritte von Menschen, die jeweils etwas Besonderes vorführen. So erzählt zum Beispiel Bernd Kohlhepp mit seinen Fingern Geschichten, Robert Metcalf und Mary Summer singen Mitmach- und Kinderlieder und Wolfram von Cramer-von-Clausbruch macht auf ausgefallenen Instrumenten Musik.

 

Englisch Lernen mit der Sendung

Stumm vor dem Fernseher zu sitzen ist bei der Sendung mit dem Elefanten tabu. Rate- und Bewegungsspiele, Zungenbrecher, Basteltipps und Mitsinglieder laden die Kinder ein, während und nach der Sendung aktiv zu werden und mitzumachen. Neueste Erkenntnisse zur Förderung des Spracherwerbs von Vorschulkindern fließen bereits in die Drehbücher der Beiträge mit ein. Dies fördert das Sprachvermögen und erweitert den Wortschatz.

Der Elternticker

Eltern, Großeltern oder Pädagog:innen sind wichtige Personen und Vorbilder, wenn es darum geht, bereits kleinen Kindern einen kompetenten Umgang mit Medien näherzubringen. Die Sendung mit dem Elefanten gibt Anregungen und Tipps, die helfen, Ihre Kinder zu einem sinnvollen Medienverhalten zu erziehen. Die Sendung mit dem Elefanten setzte 2008 erstmalig den sogenannten Elternticker im deutschen Fernsehen ein. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Kinder vom Fernsehen besonders dann lernen können, wenn sie von vertrauten Personen dabei unterstützt werden. Durch Untertitel bekommen Eltern oder auch Pädagog:innen während des laufenden Programms Informationen und konkrete Hinweise, wie sie ihre Kinder begleitend zum Fernsehen anregen und dadurch unmittelbar fördern können. Diese Interaktion führt bei den Kindern zu einer erhöhten Erinnerungsleistung und einem besseren Verständnis der Inhalte. Die Eltern wiederum lernen, in welcher Weise das Programm für ihre Kinder förderlich ist und erhalten Hintergrundinformationen zum Konzept der Sendung.


 

Hier haben wir für Sie beispielhaft eine Folge mit Elternticker bereitgestellt. In dieser Folge geht es um Glück. „Hans im Glück“ verliert seinen Klumpen Gold und ist trotzdem sehr zufrieden! Hanna liebt Salat und isst ihn besonders gerne mit den Fingern. André wird nass und hat großes Glück, denn Knolle kommt mit einem Handtuch vorbei. Anke schenkt Denis Nichts und macht ihn damit glücklich! Fiona schenkt ihren Schweinen eine riesige Matschpfütze. Einer Katze und einem Vogel geht es gut, denn sie haben ein Haus, Brot und ein Bett: Wenn doch nur jeder das alles hätt`! Und Kinder erzählen, was Glück für sie bedeutet! Aber sehen Sie selbst!