Du befindest dich hier:
Inhalt:

Mit ein wenig Glück kannst du im Herbst am Himmel große Schwärme Kraniche entdecken. Sie haben ihre Brutplätze in Nord- und Osteuropa verlassen und sind auf dem Weg in wärmere Gebiete im Süden Europas. Dort werden sie den Winter verbringen. Den Kranich Grusini haben wir auf seiner ersten Reise Richtung Süden begleitet.

Und das ist der Weg, den Grusini zurückgelegt hat. Gestartet ist er iim Herbst 2017 vom Krakower See in Mecklenburg-Vorpommern. Die erste mehrtägige Pause hat Grusini in der Diepholzer Moorniederung bei Vechta eingelegt. Hier gibt es nicht nur viele Maisfelder mit jeder Menge leckerer Maiskörner - Grusini lernt auch viele neue Kraniche kennen, die aus anderen Regionen hier zu seinem Schwarm stoßen. Ein ideales Plätzchen, um Energie für die weitere Reise zu tanken!

Bei gutem Rückenwind ist Grusini dann mit kurzen Stopps bis nach Frankreich in die Region Metz zum Marne-Stausee geflogen. Die nächste Nacht hat er im Naturpark Brenne bei Poitiers verbracht. Gleich am nächsten Tag ist er nördlich von Bordeaux gelandet und nach einer Übernachtung nach Bayonne weitergeflogen.

Nach einem Flug über die hohen Berge der Pyrenäen hat Grusini die nächsten Nächte zuerst am See Laguna de Pitillas und dann am etwas größeren See Embalse de Laverné verbracht.

Weiter ging es zum riesigen aber flachen See Laguna de Gallocanto. Dort aber hat es Grusini wohl nicht gefallen: Gleich am nächsten Morgen ist Grusini überraschend wieder 180 km zurück in den Norden zum See Embalse de la Sotonera geflogen und hat hier den Rest des Winters verbracht.

Grusini mit Sender
Und das ist er – Grusini! Sein Name ist abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung für Kranich, grus grus. Auf diesem Foto ist er sechs Wochen alt.
Drei Monate vor Reisebeginn wird der junge Grusini mit einem GPS-Sender ausgestattet. Zu diesem Zeitpunkt kann er noch nicht fliegen. Auf Grusinis Reise nach Süden wird der Sender melden, wo er sich gerade befindet.
Auch interessant
    Kraniche fliegen gerne schräg hintereinander im Windschatten des vorderen Vogels. Dadurch sparen sie Kraft und können weiter fliegen.
    Auch interessant

      Den Jahresbeginn 2018 hat Grusini in Aragonien in Nordspanien verbracht. Damit ist ihm eine echte Überraschung gelungen! Grusinis Aufenthaltsort in Aragonien ist Kranichforschern bisher nämlich noch gar nicht als Überwinterungsgebiet bekannt.

      Obwohl die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen gar nicht weit sind, ist es dort um diese Jahreszeit viel sonniger und wärmer als bei uns in Deutschland. In den weiten Tälern Aragoniens finden viele hundert Kraniche reichlich zu fressen. Mit viel Geduld und natürlich auch mit Hilfe des Senders an Grusinis Bein hat es unser Tierfilmer Jens geschafft, Grusini zwischen all den Kranichen zu entdecken und zu filmen. Mit seinen Kranich-Begleitern stochert er besonders gerne auf nassen Feldern nach Fressbarem. Grusini sieht gesund und munter aus und ist so groß wie seine Eltern. Nur sein brauner Kopf verrät, dass er noch nicht ganz erwachsen ist.

      Auch interessant
        Kranich Grusini mit seinen Eltern beim Fressen
        Herbst 2018: Experten schätzen, dass in den letzten Tagen über 200.000 Kraniche über Deutschland hinweg geflogen sind. Einer davon ist unser Maus-Kranich Grusini. Den Sommer hat er an der Havel in der Nähe von Berlin verbracht und ist erst vor wenigen Tagen aus der Diepholzer Moorniederung auf seine Reise nach Süden gestartet. Dabei ist er westlich an Köln vorbei geflogen. Aktuell befindet er sich in Nordfrankreich. Das wissen wir, weil Grusini immer noch seinen Peilsender trägt, durch den wir seine Flugbewegungen verfolgen können und die verraten außerdem: Grusini ist gesund und munter. Viel Glück auf deiner neuen Reise!

        Bastelanleitung Kranich

        Hast du Lust einen Origami-Kranich selbst zu falten? Hier erfährst du, wie das geht.
        Auch interessant
          Dieses Spiel benötigt JavaScript.
          Informationen zu JavaScript gibt es auch hier.