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Elefant (Bildrechte: WDR)

Die Seite mit dem Elefanten

Die Sendung mit dem Elefanten - montags bis freitags um 6:55 im KiKA

samstags um 7:50 im WDR Fernsehen

Maus (Bildrechte: WDR)
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Elefant und Hase (Bildrechte: WDR)

Über das Gesehene sprechen!

Bild aus einem Klappfahrzeugfilm aus der 'Sendung mit dem Elefanten'. Hier mit Flugzeug, Polizeiauto und Bus. (Bildrechte: WDR)

Die internationale Forschung zeigt eindeutig, dass Vorschulkinder in sprachlicher Hinsicht vom Fernsehen profitieren, wenn sie Kindersendungen mit hoher didaktisch-pädagogischer Qualität anschauen. Die langjährigen Untersuchungen zeigen auch, welche Merkmale der Sendungen die sprachliche Entwicklung besonders begünstigen: 

•    Die Inhalte und Geschichten sind altersangemessen, d. h. für die Kinder interessant und verständlich.
•    Die Inhalte regen zum Mitmachen und zur Interaktion an (z. B. durch Lieder, Fragen und direkte Ansprache).
•    Die Inhalte sind auch für Erwachsene interessant, sodass sie die Sendung gemeinsam mit den Kindern ansehen und mit ihnen darüber sprechen.
•    Die Sprache ist nicht zu kompliziert, aber doch differenziert.

Nachweislich ungünstig auf die Sprachkompetenz der Kinder wirken Sendungen, in denen

•    die Handlungen verwickelt und unverständlich dargestellt sind,
•    die Sprache dürftig, flüchtig, unverständlich ist,
•    die Inhalte für Kinder ungeeignet sind, z. B. weil sie sich bedrohliche Geschichten konstruieren könnten.

Es kommt also entscheidend auf das „Was“ und das „Wie“ an. Auch im Hinblick auf die Lesekompetenz (1)  werden diese Ergebnisse bestätigt.
Je mehr Zeit Kinder mit altersgemäßen, anregenden und gut gemachten Kindersendungen verbringen, desto positiver wirkt sich das auf die Lesekompetenz aus. Je mehr Zeit sie mit reinen Unterhaltungssendungen verbringen oder extrem viel vor dem Fernseher sitzen, desto schlechter sind die Leseleistungen.

Von großem Wert für die sprachlich-kognitive Entwicklung ist nachweislich das gemeinsame Betrachten wertvoller Kindersendungen, wie „Die Sendung mit dem Elefanten“, in der Familie oder in der Kita. Das GIFIL (German Institute for Immersive Learning) berät die Redaktion der „Sendung mit dem Elefanten“ von Beginn an, wie Beiträge aufgebaut und sprachlich begleitet werden müssen, damit sie bei den Kindern Sprechanlässe anregen und damit optimal zur Sprachförderung beitragen.

Kelana mit Fußball. (Bildrechte: WDR)

Die spontanen Äußerungen, die manche Beiträge bei den Kindern auslösen, geben den Erwachsenen Einblicke in die Gefühle, Interessen und Entwicklungsschritte ihrer Kinder. Zum Beispiel über die Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität. Kinder konstruieren sich ihre Geschlechterrollen in der Auseinandersetzung mit ihrer sozialen Umwelt. Medien und gerade das Fernsehen sind ein bedeutender Sozialisationsfaktor.

Der Beitrag über den 7-Jährigen, Fußball spielenden Jungen Kelana in der „Sendung mit dem Elefanten“ fordert ein vierjähriges Kind genauso heraus, Visionen darüber zu entwickeln, was es selbst einmal können möchte wie der Beitrag über Jayella, die zeigt, wie Minigolf spielen geht. Auch  Matteo, der zusammen mit lauter rosafarben angezogenen Mädchen beim Tanzunterricht Spaß hat, lässt kleine Zuschauer*innen überlegen, ob sie gerne mal tanzen würden und wie man wohl Tänzer*in wird. Geschlechterrollen werden hier so gezeigt, wie sie im Leben der Kinder auch vorkommen: In ihrer ganzen Bandbreite.

Über den Austausch emotionaler Erfahrungen und für die Kinder wichtige Fragen und Eindrücke ergeben sich Anlässe für intensive Gespräche.

Eltern können gemeinsam mit den Kindern Bedeutungen finden und über den Sinn von Sachverhalten reden („Wie kann man denn tatsächlich Fußballspieler*in oder Tänzer*in werden?“).

Solche Gespräche sind für die Kinder wichtig, um ein nachhaltiges Sinnverständnis zu entwickeln und sich als kompetent zu erleben.

Text: Gila Hoppenstedt

(1) Ennemoser, M. & Schneider, W. (2007). Relations of television viewing and reading: Findings from a 4-year longitudinal study. Journal of Educational Psychology, 99, 349-461

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