Unser Körper verrät uns beim Lügen - Käpt'n Blaubär



Käpt'n Blaubär als Pinocchio; Rechte: WDR

Unser Körper verrät uns beim Lügen

Wenn wir Lügen, sind es nicht nur die Worte, die die Lüge ausdrücken. Auch unsere Körpersprache verändert sich. Die meisten Körper- und Gesicht-Bewegungen machen wir unbewusst: Meist fällt uns nicht auf, was für ein Eigenleben unsere Gesichter, Hände und Füße während eines Gesprächs führen. Deswegen geben sie unvermeidbar Aufschluss darüber, ob jemand lügt oder nicht.

Besonders auffällig: Die Hände

Es gibt Körperzeichen, an denen man Lügner erkennen kann. Wer lügt, bewegt zum Beispiel seine Hände weniger. Der Lügende spürt, dass die wahrhaftige Sprache seiner Hände nicht mit seinen gelogenen Worten übereinstimmt. Deshalb werden Handbewegungen beim Lügen unbewusst weggelassen. Stattdessen ist der Lügner vom merkwürdigen Drang erfasst, sein Gesicht zu berühren.

Die Hand geht zum Mund, zur Wange, reibt die Nase oder kratzt die Stirn. Dabei unterscheidet sich das NaseREIBEN beim Lügen vom normalen NaseKRATZEN: Eine juckende Nase wird intensiver gekratzt als die Nase eines Lügners - die juckt ja auch gar nicht.

Wer lügt, ist unsicher

Außerdem wird beim Lügen oft eine abgewandelte Form des Schulterzuckens beobachtet: Die Hände werden vor den Körper gehalten, mit den Innenflächen nach oben und leicht gekrümmten Fingern, wobei die Krümmung vom Zeigefinger bis zum kleinen Finger zunimmt. Diese abgewandelte Form des Schulterzuckens sagt das Gleiche, wie das "normale" Schulterzucken: Der Schulterzucker ist sich nicht sicher darüber, was er sagt.

Körpersprache ist ehrlicher als gesprochene Worte, weil sie einen Lügner enttarnen kann.