Gefangen im Datennetz - Käpt'n Blaubär



Hein gefangen im Datennetz; Rechte: WDR

Gefangen im Datennetz

Die beste Lügengeschichte im November 2008 ist von Verena, 12 Jahre

Damals, als Computer noch ziemlich neu waren, fuhren wir mit einem Fangschiff für Computerviren vor der englischen Küste. Plötzlich erreichte uns ein Funkspruch von der Königin persönlich. Es ging um den berühmten Hein Hacker, der mit seinen Computer-Untaten das ganze Königreich erschütterte. Hein hatte schon alle möglichen Banktresore mit seinem Computer geknackt und jetzt wollte er die Bank von England sprengen. Die Internetpolizei Interpol war tagelang hinter dem Hacker her, aber ohne Erfolg! Tja, da war guter Rat teuer.

Enkel: "Nee, erzähl mal, Opa!" Opa: "Natürlich musste ich mir diesmal etwas besonderes einfallen lassen. Ich beschloss also, meinen ollen Virenkutter fürs Erste einmal auf Eis zu legen und bei Hacker Hein als Smutje anzuheuern. Als ich bereits einige Wochen dort Dienst tat, waren wir so vertraut, dass wir zusammen auf seine "Erfolge" anstießen. Ich hab nur Wasser getrunken, während er sich mit Rum voll laufen ließ. Dabei wurde er so leichtsinnig, dass er mir seine Geheimnisse verraten hat. Als er schließlich seinen Rausch ausschlief, hatte ich sogar Gelegenheit, einige Raubkopien von seinen Computer-Dateien anzufertigen. Die hab` ich dann prompt an Scottland Yard übergeben." Enkel: "Mann, Opa, dass du so ein ausgekochter Aal bist, hätten wir dir gar nicht zugetraut!" Opa: "Ja, da könnt ihr mal sehen. Und das Beste an der Geschichte kommt ja noch: Die Queen hat mich deshalb nämlich höchstpersönlich zum 5-Uhr-Tee in den Buckingham-Palast eingeladen, wo ich dann auch zum Ritter geschlagen wurde. Enkel: " Na, Opa, ¿nu mach` mal halb lang..."