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Elefant

Die Seite mit dem Elefanten

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Elefant und Hase

Wie Kinder surfen

Kind vor der 'Seite mit dem Elefanten'; Rechte: WDR / Sarah Dietsche

Das Internet – auch für Kinder ein alltägliches Medium

Seit Mitte der 90er Jahre ist das World Wide Web, wie wir es heute kennen, aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. 85% der Familien haben gegenwärtig einen eigenen Internetzugang, der auch von den Kindern rege genutzt wird (vgl. KIM-Studie 2008). Je älter die Kinder sind, desto mehr surfen sie.

Wenig aktuelle Forschungsergebnisse

Vorschulkinder bleiben von den meisten empirischen Untersuchungen unberücksichtigt. Entsprechend gering ist unser Wissen über ihre Interessen, Wahrnehmungsmuster und Nutzungstendenzen im Netz. Ein Grund dafür liegt sicherlich in der noch nicht vorhandenen Lesefähigkeit, die eine Grundvoraussetzung für das Nutzen der meisten Onlineangebote ist. Für Vorschulkinder sind zudem die typischen Möglichkeiten des Internet, wie Informationsbeschaffung für die Schule, Downloads und vor allem die Kommunikation über Chats und E-Mails noch wenig relevant. Sie interessieren sich eher für Spiel- und Lernangebote, die Themen aus ihrem Alltag aufgreifen und ihrem Entwicklungsstand entsprechen. „Die Seite mit dem Elefanten“ ist eines von wenigen Onlineangeboten, das ganz gezielt für Vorschulkinder entwickelt wurde.

Kinderhand auf Computertastatur; Rechte: WDR / Sarah Dietsche

Der Computer im Kindergarten

Es gibt jedoch einige Forschungsergebnisse aus Untersuchungen, bei denen Computerspiele auf CD-ROMs in den Kindergartenalltag integriert wurden. Hier zeigt sich vor allem, dass qualitativ hochwertige Computerspiele, die in kleinen Gruppen gespielt werden, den Erfahrungshorizont von Kindergartenkindern eher bereichern als ihn einengen.

Den meisten Kindern macht das Spiel mit dem Computer großen Spaß und aktiviert sie zu vielfältigen Lernerfahrungen. Pädagogisch wertvolle Computerspiele fördern demnach (vgl. F.Jürgen, 2009 und N.Neuß, 2001):

•    Soziale Kompetenz
Das Spiel in der Gruppe fordert die Kinder heraus, gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen. Sie müssen sich beim Bedienen der Maus abwechseln und erklären sich gegenseitig Funktionen und Handhabung der Hard- und Software.

•    Emotionale Kompetenz
Die Kinder lernen kleine Frustrationserlebnisse auszuhalten, sowie Geduld und Ausdauer zu trainieren. Sie müssen neugierig sein um Lösungen zu finden und erfahren Freude und Stolz bei Erfolgserlebnissen.

•    Kognitive und sensomotorische Kompetenzen
Recht schnell lernen Kinder die nötige Hand-Auge-Koordination zum Bedienen von Tastatur und Maus. Je nach Spielinhalt werden zudem Sprachvermögen,  Orientierungssinn, Kombinationsvermögen, Konzentration und Problemlösungskompetenzen gefördert.

•    Ästhetisch-sinnliche Kompetenzen
Es wurde festgestellt, dass die Kinder mit Fantasie und Kreativität auf die Angebote reagierten: Ob durch Mitsingen, Tanzen, Nachspielen oder durch das Ausdrucken und Verwerten von Bildern, die am Computer gemalt wurden.

Kinder sind beim Computerspielen aktiv

Bei den Beobachtungen der Kleingruppen fiel in allen Untersuchungen auf, dass die Kinder ein sehr aktives Nutzungsverhalten zeigten (vgl. D. Braun, 2000). Der Einsatz des PCs in Kindertageseinrichtungen führte nicht zu Isolation und Vereinsamung, sondern eher zu Kommunikation und Kooperation in der Gruppe. Auch andere Tätigkeiten wurden durch das PC-Angebot nicht vernachlässigt und die übrigen Spielangebote ebenso rege genutzt.

Natürliches Interesse für das Medium

In ihrer natürlichen Neugier nehmen kleine Kinder ihre Umwelt so auf, wie sie ist. Dabei unterscheiden sie zunächst nicht zwischen natürlichen und von Menschenhand gemachten Dingen (vgl. H.-J. Palme, 1999). Ein Auto steht für sie beim Weltentdecken auf der gleichen Ebene wie beispielsweise ein Baum. Dementsprechend gehören auch Medien für Kinder zum „natürlichen“ Alltag und wecken ihre Neugier. Kinder müssen erst noch lernen, dass der Computer ein vom Menschen gemachtes und von ihnen beeinflussbares Medium ist.

Vor allem jüngere Kinder neigen dazu, Dingen und Maschinen menschliche oder tierische Eigenschaften zuzuordnen. Sie sind noch nicht in der Lage zu erkennen, dass die vom Menschen gesteuerte Programmierung des Computers dafür verantwortlich ist, wie er reagiert. Vor allem Spiele, die verbale Rückmeldung auf das Verhalten des Spielers geben, werden von Kindern schnell mit menschlichen Begrifflichkeiten beschrieben (vgl. D. Braun, 2000).

Intuitives Entdecken

Geführt durch ihre natürliche Neugier können sich kleine Kinder den Umgang mit Maus und Tastatur sowie die Funktionsweise des jeweiligen Spiels selbst aneignen. Sie entwickeln mehr Lösungskompetenz und Kreativität, wenn man ihnen die Möglichkeit lässt, einige Funktionen selbst zu entdecken. „Die Seite mit dem Elefanten“ ist für diese Art des Entdeckens konzipiert und bietet Vorschulkindern die Möglichkeit, ganz intuitiv erste Schritte ins Internet zu machen.

Elementare Erfahrungen fördern

Trotz der positiven Tendenz der bisherigen Forschungsergebnisse zum Einsatz des Computers im Kindergarten brauchen gerade kleine Kinder direkte Erfahrungen für eine gesunde Entwicklung. Computerspiele können die Wirklichkeit nur imitieren und dürfen das Spiel in der realen Welt nicht ersetzen. Medien sollten von Vorschulkindern nur mit zeitlichen Grenzen und begleitet von erwachsenen Bezugspersonen genutzt werden.

Wichtige Tipps zu einem sinnvollen Medienverhalten finden Sie auf diesen Elternseiten in der Rubrik "Vorschulkinder und Medien" unter "Goldene Regeln".

Literatur:
- Braun, Daniela: Lasst die Kinder an die Maus! Wie Kinder in der Kita mit Computern umgehen. Freiburg 2000
- Fritz, Jürgen: Spiele fördern, was sie fordern, www.bpb.de/themen/OTA84M.html, 04.03.2009
- KIM-Studie 2008. Kinder und Medien, Computer und Internet. Stuttgart 2008
- Neuß, Norbert: Computereinsatz in Kindertagestätten, erschienen in: Medien praktisch (2) 2001, S. 19-23.
- Palme, Hans-Jürgen: Computern im Kindergarten. Was Kinder am Computer spannend finden und wie Erzieherinnen damit umgehen können. München 1999

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